Praxisworkshop
Suizidales Erleben und Verhalten bei Männern – gendersensible Perspektiven für die Behandlung
Dipl.-Psych. Cora Spahn
Angesichts der systematischen Unterdiagnostizierung von Depression bei Männern und ihrer hohen Suizidrate hat das Konzept der männlichen Depression in den letzten Jahren international an Aufmerksamkeit gewonnen. Es geht davon aus, dass depressive Männer zwar auch unter den klassischen Kernsymptomen leiden können, diese aber häufig durch externalisierende Symptome/Verhaltensmuster überlagert werden, die nicht als depressionstypisch gelten und von der traditionellen Depressionsdiagnostik nicht berücksichtigt werden. Neben diesem diagnostischen Genderbias werden weitere Hintergründe der Depression bei Männern diskutiert: typisch männliche Stressverarbeitungs-strategien und Maskulinitätsnormen, die u.a. den Zugang zu Emotionen behindern. Anhand von Fallbeispielen werden diese Zusammenhänge verdeutlicht. Ein von der Autorin entwickeltes gendersensitives Depressionsscreening (GSDS 25) wird vorgestellt, erste Ergebnisse dazu zusammengefasst und abschließend therapeutische Schlussfolgerungen aufgezeigt.
Dozent*in
Prof. Dr. rer. soc. Anne Maria Möller-Leimkühler
Professorin
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Psychologische und ärztliche Psychotherapeut*innen; Kinder-und Jugendlichen Psychotherapeut*innen, Interessierte aus anderen klinisch tätigen Berufsgruppen wie Pflegefachkräfte, Körpertherapeuten, Kunsttherapeuten, Heilpraktiker, Psychologen etc..
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