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Neues aus der ICD-11 – Update Gaming Disorder

Prof. Dr. Katajun Lindenberg

Pausiert 0 Minuten

Beschreibung

Mit der Aufnahme einer eigenen Kategorie für Verhaltenssüchten in die ICD-11 wurde von der Weltgesundheitsorganisation offiziell anerkannt, dass kurzfristig belohnendes, menschliches Verhalten (wie beispielsweise Gaming) abhängig machen kann. Die Computerspielstörung ist eine stoffungebundene Abhängigkeit, die typischerweise ab dem Jugendalter auftritt und in ihrer Häufigkeit bis ins junge Erwachsenenalter zunimmt. Bis zur Manifestation der Verhaltenssucht vergehen schätzungsweise mehrere Jahre. Im Jugendalter sind subklinische Formen häufiger, die Spontanremissionsrate ist höher, allerdings sind die Verläufe typischerweise mit Rückfällen assoziiert. Es gibt Wechselwirklungen zwischen Verhaltenssüchten und weiteren Störungen mit beeinträchtigter Belohnungsverarbeitung (insb. ADHS, Depressionen und sozialen Ängsten), die uns vor neue Herausforderungen in der psychotherapeutischen Behandlung stellen. 

In diesem Vortrag werden Erscheinungsbild, Ätiologie und Methoden zur Diagnostik des neuen Störungsbildes der Computerspielstörung vorgestellt. Der Fokus liegt auf der Vermittlung von Interventionsmöglichkeiten bei primärer Computerspielstörung oder pathologischem Internetgebrauch im Zusammenhang mit weiteren psychischen Störungen. Dabei wird sowohl auf Interventionen für Jugendliche als auch auf Handlungsmöglichkeiten der Eltern eingegangen. 

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Live-Mitschnitt vom 02.05.2024

Dozent*in Prof. Dr. Katajun Lindenberg Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Profil ansehen

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